Freddy Krueger hat seit 2010 keinen neuen Kinofilm mehr erhalten. Nun gibt es erstmals seit Jahren konkrete Bewegung bei der Horrorreihe. Paramount Pictures hat sich mit dem Nachlass von Wes Craven auf die Kinorechte für die USA an einer neuen Adaption des Originaldrehbuchs von A Nightmare on Elm Street geeinigt. Die Ankündigung erfolgte am 13. Juli 2026.
Ein fertiger Film ist damit noch nicht angekündigt. Das titellose Vorhaben befindet sich in einer priorisierten Entwicklungsphase. Autor, Regie, Besetzung, Drehbeginn und Starttermin sind bislang offen. Auch zur Handlung gibt es nur eine knappe Beschreibung. Der Film soll in der Welt von A Nightmare on Elm Street spielen und auf Cravens Originaldrehbuch beruhen.
Zum neuen Projekt existiert noch kein offizielles Bildmaterial. Das Titelmotiv dieses Artikels ist deshalb ausdrücklich ein Archivbild aus der bestehenden Filmreihe.

Paramount Primal übernimmt die Entwicklung
Der neue Nightmare on Elm Street ist der erste Film des Labels Paramount Primal. Geleitet wird es von J.D. Lifshitz und Raphael Margules, die zuvor unter anderem an Barbarian, Weapons, Companion und Friendship beteiligt waren. Das Label soll kontrolliert budgetierte Produktionen aus Horror, Komödie, Action und Science-Fiction entwickeln.
Iya Labunka, Jonathan Craven und Marc Toberoff produzieren den Film. Lifshitz und Margules sind als Executive Producer beteiligt. In ihrer Stellungnahme nennen die beiden Freddy ausdrücklich und sprechen von einer neuen Geschichte in dieser Welt. Wer die Figur verkörpert und welche Bestandteile des Originals übernommen werden, wurde nicht mitgeteilt.
Für Deutschland ist noch kein Start gesichert
Die genaue Formulierung der Vereinbarung ist wichtig. Paramount hat für die USA die Kinorechte zur Adaption des ursprünglichen Drehbuchs erworben. Der Nachlass von Wes Craven hatte die Rechte für die Vereinigten Staaten 2019 zurückerlangt. New Line Cinema hält nach dem zuletzt öffentlich beschriebenen Stand weiterhin die internationalen Rechte der Reihe.
Damit ist weder Paramount als deutscher Verleih bestätigt noch ein Kinostart hierzulande vereinbart. Für eine Veröffentlichung außerhalb der USA wäre eine zusätzliche Regelung erforderlich. Auch Angaben zu Streaming, Heimkino oder einer möglichen Altersfreigabe existieren noch nicht. Ein deutscher Termin lässt sich aus der aktuellen Meldung daher nicht ableiten.
Das Remake von 2010 blieb der letzte Kinofilm
Zuletzt war Freddy in Samuel Bayers Remake A Nightmare on Elm Street auf der großen Leinwand zu sehen. Jackie Earle Haley übernahm damals die Rolle, Rooney Mara spielte Nancy Holbrook. Der Film startete am 30. April 2010 in den USA und am 20. Mai 2010 in Deutschland. Seitdem sind mehr als 16 Jahre vergangen.

Bei einem gemeldeten Produktionsbudget von 35 Millionen US Dollar spielte die Neuverfilmung laut Box Office Mojo weltweit rund 115,7 Millionen US Dollar ein. Davon entfielen etwa 63,1 Millionen auf Nordamerika und rund 3,58 Millionen auf Deutschland. Das Einspielergebnis allein erlaubt allerdings keine Aussage über den Nettogewinn, da Marketingkosten, Kinoanteile und weitere Ausgaben nicht öffentlich aufgeschlüsselt sind.
Die kritische Resonanz fiel deutlich schwächer aus als die Kinokasse. Rotten Tomatoes führt 14 Prozent positive Kritiken und 43 Prozent beim Publikum. Metacritic verzeichnet 35 von 100 Punkten. Trotz des Einspielergebnisses folgte keine Fortsetzung.
Welche Erwartungen derzeit offen sind
Die direkte Beteiligung von Cravens Familie und die Genreerfahrung der Verantwortlichen liefern zunächst einen klareren organisatorischen Rahmen als frühere, folgenlose Berichte über eine Rückkehr. Ob daraus ein Remake, eine Fortsetzung oder eine eigenständige Neuinterpretation entsteht, ist aber weiterhin ungeklärt.
Der Film von 2010 zeigte, dass der Name Freddy Krueger ein großes Publikum erreichen kann, zugleich aber keinen Schutz vor schwacher Resonanz bietet. Für die neue Fassung werden deshalb vor allem die Wahl des Kreativteams, der Umgang mit den Traumsequenzen und die Besetzung der Hauptfigur entscheidend sein. Belastbare Aussagen zur Qualität sind in dieser frühen Phase nicht möglich.
Robert Englund, der Freddy zuletzt 2003 in Freddy vs. Jason im Kino spielte, hat eine erneute körperliche Darstellung der Figur ausgeschlossen. Mit seiner Rückkehr wurde auch nicht geworben. Bis Paramount Autor, Regie und Darsteller nennt, bleibt die Nachricht eine Entwicklungsankündigung und noch kein fest terminierter Neustart.
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