Focus Features hat den ersten offiziellen Trailer zu Werwulf veröffentlicht. Robert Eggers verlegt seinen neuen Horrorfilm in das England des 13. Jahrhunderts. Aaron Taylor-Johnson spielt einen namenlosen Bauern, der unter einem Fluch leidet. In Deutschland soll der Film am 7. Januar 2027 in die Kinos kommen.
Der Trailer lässt die Verwandlung seiner Hauptfigur erkennen, hält das vollständige Aussehen der Kreatur aber weiterhin zurück. Zu sehen sind eine von Angst und Aberglauben geprägte Dorfgemeinschaft, verstümmelte Körper, geöffnete Gräber und Willem Dafoe als Jäger. Der englische Trailer erschien am 29. Juni, die deutsche Fassung folgte Anfang Juli.
Ein Fluch im England um 1300
Die veröffentlichte Kurzbeschreibung handelt von einer rätselhaften Kreatur, die durch eine neblige englische Landschaft streift. Während die Dorfbewohner nach einer Erklärung suchen, wird örtliche Folklore für sie zur unmittelbaren Bedrohung.
Eggers ergänzte in einem ausführlichen Gespräch mit Esquire, dass Taylor-Johnsons Figur ein verfluchter Bauer sei, der durch Liebe Erlösung zu finden versucht. Lily-Rose Depp verkörpert seine Ehefrau. Sie ist ebenfalls Bäuerin und Mutter mehrerer Kinder. Willem Dafoe spielt einen Jäger. Namen besitzt im Film keine menschliche Figur. Die einzige Ausnahme ist ein Hund.
Mittelalterliche Überlieferungen statt späterer Filmregeln
Die Handlung spielt ungefähr im Jahr 1300. Eggers entschied sich nach eigener Aussage für diese Zeit, weil Wölfe in England damals zum Schutz des Wollhandels systematisch zurückgedrängt wurden. Mit ihrem Verschwinden verlor auch der englische Werwolfglaube an Bedeutung.
Zu den historischen Ausgangspunkten gehört das im frühen 13. Jahrhundert entstandene Werk Otia Imperialia von Gervasius von Tilbury. Darin finden sich Berichte über Menschen, die sich in Wölfe verwandeln sollen. Weil die britischen Überlieferungen vergleichsweise begrenzt sind, bezogen Eggers und sein Co-Autor Sjón außerdem Stoffe aus Kontinentaleuropa ein.
Spätere Regeln des Werwolffilms spielen nach aktuellem Stand keine zentrale Rolle. Die Verwandlung durch einen Biss und Silberkugeln gehören laut Eggers nicht zur Mythologie des Films. Verwandlungsszenen gibt es dennoch. Taylor-Johnson absolvierte dafür über mehrere Monate Bewegungsübungen. Für die Dreharbeiten kamen Wolfshybride zum Einsatz, außerdem studierte der Schauspieler das Verhalten eines echten Wolfs.
Dialoge auf Mittelenglisch und Bilder auf 35 Millimeter
Die Figuren sprechen im Original Mittelenglisch. Eggers und Sjón arbeiteten bei den Dialogen mit zwei Professoren der Universität Oxford sowie einem Dialekttrainer zusammen. Die Aussprache wurde so angepasst, dass sie für ein heutiges englischsprachiges Publikum verständlich bleiben soll. Wie diese sprachliche Besonderheit in der deutschen Kinofassung umgesetzt wird, ist noch nicht bekannt.
Werwulf ist kein reiner Schwarzweißfilm. Kameramann Jarin Blaschke drehte auf farbigem 35-Millimeter-Film. In der Nachbearbeitung kam ein orthochromatisches Verfahren zum Einsatz, das Hauttöne fahl erscheinen lässt. Zusätzlich wurde die Kornstruktur von Schwarzweißmaterial in das Farbbild eingearbeitet.
Die Gebäude entstanden laut Eggers vollständig als Filmkulissen. Mehrere Kirchen orientieren sich an historischen Vorbildern. Gedreht wurde unter anderem im Dartmoor-Nationalpark und in Wäldern in Wales.
Besetzung und Kreativteam
Neben Aaron Taylor-Johnson, Lily-Rose Depp und Willem Dafoe gehören Ralph Ineson, Jack Morris, Jan Bijvoet, Ritchi Edwards und Bodhi Rae Breathnach zur Besetzung. Die Rollen dieser weiteren Darsteller wurden bislang nicht offiziell beschrieben.
Eggers führte Regie und schrieb das Drehbuch gemeinsam mit dem isländischen Autor Sjón. Als Produzenten nennt Focus Features Robert Eggers, Tim Bevan, Eric Fellner, Garrett Bird und Sjón. Jarin Blaschke verantwortet die Kamera, Craig Lathrop das Produktionsdesign.
Deutscher Kinostart im Januar 2027
In den USA startet Werwulf am 25. Dezember 2026. Für Deutschland führen aktuelle Angaben den 7. Januar 2027 auf. In älteren deutschen Meldungen findet sich noch der 31. Dezember 2026. Dieser Termin gilt nach dem aktuellen Verleihstand als überholt.
Eine Laufzeit, die FSK-Freigabe und ein deutscher Termin für Streaming oder Heimkino wurden noch nicht bekannt gegeben. Der Trailer ist daher der bislang umfangreichste offizielle Einblick, nicht jedoch ein vollständiger Blick auf das Kreaturendesign.
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