Christopher Nolan hat erneut deutlich gemacht, dass er gern einen Horrorfilm drehen würde. Im Gespräch mit dem Hollywood Reporter, rund um seinen aktuellen Film The Odyssey, sagte der Regisseur, die Arbeit daran habe seine Lust auf das Genre eher noch vergrößert.
Konkrete Pläne gibt es trotzdem nicht. Nolan knüpft den Schritt an eine einzige Bedingung, und die hat nichts mit Technik, Kamera oder Format zu tun, sondern allein mit der Geschichte.
Was Nolan gesagt hat
Auf die Frage, ob Fans ihn weiter um einen Horrorfilm bitten müssten, antwortete er mit einem Seitenhieb auf sein eigenes Werk. „Sie müssen mich nicht mehr anflehen, eine Horrorgeschichte zu erzählen. Kauft einfach eine Kinokarte“, sagte Nolan und spielte damit auf die düsteren Seiten seines neuen Films an. Über die Wirkung der Dreharbeiten ergänzte er: „Das macht mir großen Appetit auf mehr.“
Beim Genre selbst wird er dann grundsätzlich. „Horror als Genre muss man konzeptionell sehr sorgfältig angehen. Anders gesagt: Man braucht eine überragende Idee.“ Über das Interview berichteten unter anderem NME und Consequence.
Warum es allein an der Idee hängt
Nolan stellt klar, dass ihn am Horror nicht die handwerkliche Herausforderung reizt. „Es geht nicht um die technische Seite. Es geht nicht darum, welche technischen Reize ich ausleben müsste. Es geht um die Geschichte. Also halte ich immer die Augen offen.“ Für einen Regisseur, der sonst gern über Filmformate und Kameratechnik spricht, ist das eine bemerkenswerte Einordnung.
Damit beantwortet er auch, warum aus dem Wunsch bisher nichts geworden ist. Nicht das Genre hält ihn auf, sondern der fehlende Stoff, der ihn wirklich packt.
Sein Beispiel: „Obsession“
Als Beleg dafür, wie so eine Idee aussieht, nennt Nolan einen aktuellen Horrorfilm. „Wenn man einen Film wie Obsession sieht, das ist eine überragende Idee.“ Über dessen Wirkung wurde er anschließend deutlich derber und sagte sinngemäß, der Film funktioniere verdammt gut.
In Obsession nutzt der hoffnungslose Romantiker Bear einen magischen Gegenstand, damit sein Schwarm endlich Gefühle für ihn entwickelt. Zu spät merkt er, dass der Wunsch eine finstere Kehrseite hat. Regie führte Curry Barker, der Film kam 2026 heraus.
Der Wunsch ist nicht neu
Neu ist das Thema nicht. Bereits 2024 erklärte Nolan gegenüber Variety, er würde gern einen Horrorfilm machen, und bei einem Termin des British Film Institute ergänzte er, ein wirklich guter Horrorfilm brauche eine wirklich außergewöhnliche Idee. Seine Haltung ist also seit Jahren dieselbe, nur der Anlass ist neu.
Bis auf Weiteres bleibt es damit bei einer Absichtserklärung. Ein Projekt, ein Studio oder gar einen Termin für Nolans Horrorfilm gibt es nicht.
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