Der Found-Footage-Horrorfilm Sundown von Marcus Slabine und Brian Klingborg hat seinen ersten offiziellen Trailer. Das Material erschien am vergangenen Freitag, beginnt als leises Psychodrama um eine trauernde Witwe und kippt dann ins übernatürliche Chaos, wie Dread Central berichtet. Die Kernfrage des Films stellt schon der Trailer aus: Treibt hier ein Dämon sein Unwesen, oder steckt hinter allem die Demenz?
Selbst in den USA läuft Sundown zunächst nur auf Festivals, ein regulärer Start ist dort offen. Ein deutscher Trailer existiert nicht, ein Verleih ist ebenfalls nicht angekündigt. Einen Kino-, Streaming- oder Heimkino-Termin für Deutschland gibt es damit bislang nicht.
Darum geht es in „Sundown“
Im Mittelpunkt steht die Witwe Mary. Sie ist überzeugt, dass der Geist ihres kürzlich verstorbenen Mannes durch das gemeinsame Haus spukt. Der Verstorbene litt an Demenz, und genau da setzen die Zweifel an: Marys entfremdeter Sohn Chris reist mit dem Filmemacher Bill und der Spiritualistin Clarissa an, um zu beweisen, dass sie sich alles nur einbildet. Die Wahrheit, so viel deutet der Trailer an, ist verstörender als erwartet.
Gedreht im Haus der wahren Ereignisse
Die Geschichte hat einen realen Kern: einen Todesfall in der Familie von Darsteller Chris Alexander. Gedreht wurde laut Dread Central in genau dem Haus, in dem sich die tatsächlichen Ereignisse zutrugen.
Produziert hat den Film die Firma Ragnarok Films, hinter der Klingborg, Alexander und Slabine selbst stehen. Die Dreharbeiten fanden in den Catskills und in Saugerties im Bundesstaat New York statt, wie Fangoria meldet. Klingborg, sonst als Autor der Lu-Fei-Krimireihe unterwegs, schrieb auch das Drehbuch.
Bekannte Gesichter aus dem Genre
Vor der Kamera stehen Damian Maffei (The Strangers: Prey at Night, Haunt), Emily Sweet (V/H/S/95, Castle Freak), Chris Alexander, Kelly Waters, Erich Rausch und Michael Leavy (Terrifier).
Regisseur Slabine, der zuvor The Dark Offerings inszenierte, wollte das Drehbuch nach eigener Aussage sofort verfilmen. Ihn überzeugten geerdete Figuren, wachsende Anspannung und ein Mysterium im Zentrum, wie Bloody Disgusting schreibt. Das offizielle Poster, das Maffei vor dem Spukhaus zeigt, stammt von Tommy Spero und wurde bereits im vergangenen Sommer enthüllt.
Festival-Premiere im August, Deutschland muss warten
Seine Premiere feiert Sundown im August auf zwei US-Genre-Festivals: der Mad Monster Party in North Carolina und dem Houston Horror Film Fest. Die genauen Festivaltage sind nicht bekannt, ein Weltvertrieb ist bislang nicht angekündigt.
Für Deutschland heißt das: abwarten. Solange kein Vertriebsdeal steht, ist ein hiesiger Termin realistisch nicht in Sicht. Sobald sich daran etwas ändert, reichen wir die Informationen nach.
Verwechslungsgefahr: zwei Horrorfilme namens „Sundown“
Wer nach dem Titel sucht, sollte genau hinschauen. Rebekah McKendry bringt 2026 ebenfalls einen Horrorfilm namens Sundown an den Start, einen Vampir-Rachefilm, der Mitte August beim Festival in Locarno Weltpremiere feiert. Mit dem Found-Footage-Projekt von Slabine und Klingborg hat er nichts zu tun. Auch Michel Francos Drama Sundown aus dem Jahr 2021 (deutscher Untertitel „Geheimnisse in Acapulco“) ist ein völlig anderer Film, taucht bei der Suche auf deutschen Portalen aber ebenfalls auf.
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